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"Generation Internet - Geflüchtete Azubis"

  • Mein Azubi und sein Smartphone - Das Smartphone als ständiger Begleiter

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    © Kaspars Grinvalds/ Fotolia

    Durch die Smartphones steht Ihren Azubis jederzeit der Weg ins Internet offen. Auch Geflüchtete sind mit Smartphones ausgestattet und halten so vor allem den Kontakt zu ihren Familien und Freunden im Heimatland. Auch Kontakte zu Landsleuten und Freunden in Deutschland werden auf diese Weise aufrechterhalten. Für meist alleinstehende junge Menschen hat diese Kommunikation einen hohen Stellenwert.

    Smartphones bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, die durch sogenannte Apps, also Programme, die speziell für Smartphones entwickelt wurden, auf das Handy geladen werden:

    • So gibt es beispielsweise Apps, um Musik, Zeitschriften oder Bücher aus dem Internet auf das Handy zu laden.
    • Für Flüchtlinge sind Übersetzungs- und Wörterbuch-Apps im Alltag sehr wertvoll, sofern sie in ihrer Landessprache verfügbar sind.
    • Es besteht die Möglichkeit, E-Mails abzurufen, in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein, Bankgeschäfte zu tätigen und vieles weitere mehr.
    • Insbesondere Programme, die eine schnelle und kostenlose Kommunikation untereinander ermöglichen, unabhängig von Telefon oder SMS, gewinnen eine immer größere Bedeutung. Dabei sind Apps wie WhatsApp oder der Facebook Messenger als sogenannte Online-Chats für geflüchtete Jugendliche besonders interessant: Mit ihrer Nutzung können sie ständig und kostenfrei über das Internet mit Angehörigen und Freunden in der Heimat schriftlich in Kontakt treten und neben Textnachrichten auch Bilder u.Ä. austauschen.
  • Welchen Reiz übt das Internet auf die Jugendlichen aus?

    Das Internet bietet eine schier unerschöpfliche Quelle an Informationen, Daten und Anwendungsmöglichkeiten:

    • Musik, Filme, Computerspiele, Bücher und vieles mehr können per Download bezogen und genutzt werden.
    • Informationen und Wissen können über Datenbanken wie Wikipedia eingestellt und abgerufen werden.
    • In sogenannten Chat-Foren wie ICQ oder Mikrobloggingdiensten wie Twitter können sich Personen online austauschen. Sie verfassen im Rahmen eigener Blogs Texte zu bestimmten Themen oder Erlebnissen, die sie der Öffentlichkeit mitteilen möchten.

    Während die Generation der heutigen Erwachsenen ab 30 noch ohne das Internet und seine weltumspannenden Angebote aufgewachsen ist, sind unsere Jugendlichen damit groß geworden. Sie nutzen das Internet ohne Berührungsängste. In ihrem Wissen über die Möglichkeiten des Internets sind sie vielen Erwachsenen um Längen voraus. Der Vorteil für Sie als Ausbilder/-in: Von dem umfangreichen technischen Wissen oder ausgefeilten Online-Suchstrategien Ihrer Azubis können auch Sie profitieren. Es lauert im Internet jedoch eine Falle: Jugendliche gehen bei der Internetnutzung häufig relativ sorglos mit ihren persönlichen Daten um.

  • Ist normales Reden out? Was sind soziale Netzwerke?

    Vor allem soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram haben bei den Jugendlichen eine große Bedeutung:

    • In diesen Netzwerken können die Nutzer sich mittels eines selbst geschaffenen Profils darstellen, sogenannte Freunde suchen und sich mit diesen zu zahlreichen Themen (z.B. Musik oder andere Interessen) oder Ereignissen (Geburtstage, Veranstaltungen usw.) austauschen.
    • Die Nutzer können Daten wie Bilder, Filme oder Kommentare in das eigene Profil laden, die von den Freunden oder der Öffentlichkeit wahrgenommen und kommentiert werden können.
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    © Julien Eichinger/ Fotolia

  • Welche Möglichkeiten und Gefahren sind mit sozialen Netzwerken verbunden?

    Soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit einer weltumspannenden Kommunikation. Zeitliche und geografische Barrieren werden aufgehoben. Da die sozialen Netzwerke über das Smartphone permanent erreichbar sind, ergibt sich für viele Jugendliche der gefühlte Zwang einer nahezu ständigen Präsenz, um stets auf dem Laufenden zu sein und "mitreden" zu können beziehungsweise eigene Inhalte einzustellen.

    Bei allen Vorteilen und Möglichkeiten des Internets sind deshalb auch Gefahren zu beachten: Besonders bedenklich ist es, wenn persönliche Daten leichtfertig preisgegeben werden. Oftmals werden sehr private Dinge (z.B. Erlebnisse, Fotos, Meinungen) ins Netz gestellt, die nicht nur von den eigentlichen Adressaten, sondern auch den Betreiberunternehmen der sozialen Netzwerke verwendet werden. Besondere Vorsicht ist etwa geboten, wenn Ihre Auszubildenden firmeninterne Vorgänge ausplaudern nach dem Motto: "Bin gerade auf der Baustelle und langweile mich zu Tode, wann ist endlich Feierabend ...", oder Kommentare zu ihren Vorgesetzten oder Kolleginnen und Kollegen veröffentlichen ("Mein Chef ist ein Idiot!").

  • Zu viel des Guten – Wenn die Internetnutzung überhand nimmt

    Wenn Sie feststellen, dass Ihr Azubi während der Arbeitszeit sehr häufig das Smartphone benutzt (trotz eventuell bestehender anderer Vereinbarungen) und sich hierdurch von der Arbeit ablenken lässt, ist es gut möglich, dass insbesondere die Nutzung des Internets durch soziale Netzwerke oder andere Kommunikationsformen wie Online-Chats überhandnimmt. Auch ein häufiges Zuspätkommen am Morgen oder große Müdigkeit lassen eine entsprechende Vermutung zu.

    Möglicherweise stehen Sie selbst oder andere Betriebsangehörige mit dem/der Jugendlichen in solchen Netzwerken in Kontakt und stellen negative Entwicklungen wie mangelhaften Umgang mit persönlichen oder betriebsbezogenen Daten fest. Wenn Sie auf Partybilder oder unangemessene Kommentare Ihrer Azubis stoßen, sprechen Sie sie in einer ruhigen Minute darauf an. Wahrscheinlich ist es Ihren Azubis gar nicht klar, wie solche Informationen auf Sie oder auch im Kollegen und Kundenkreis wirken können.

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    © Raisa Kanareva/ Fotolia

  • Wie kann ich damit umgehen: welche Lösungen bieten sich an?

    Allgemeine Internetverbote sind sinnlos. Die neuen Medien und das Internet sind feste Bestandteile der heutigen Gesellschaft und Kommunikation. Suchen Sie das Gespräch und reden Sie über Ihre Beobachtungen und Bedenken wegen der Nutzung des Smartphones während der Arbeitszeit. Verweisen Sie, falls vorhanden, auf Datenschutzregelungen im Betrieb. Legen Sie gemeinsam Vereinbarungen zur Nutzung des Smartphones während der Arbeitszeit und auch Konsequenzen bei Verstößen gegen diese Vereinbarungen fest, z.B. Nutzung nur in den Pausenzeiten und Aufbewahrung des Handys im Spind. Internetseiten wie www.klicksafe.de, ein Online-Angebot der Europäischen Union, bieten Ihnen weitere Informationen und Lösungsansätze.

    Ihren Auszubildenden können Sie außerdem nahelegen, selbst einmal zu testen, wie es um ihre Mediennutzung bestellt ist. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet mit www.ins-netz-gehen.de eine Online-Portal für Jugendliche, auf dem neben Fakten zum Internet und einem Selbsttest auch Beratungs- und Hilfsangebote zu finden sind. Das Pendant für Lehr- und Fachkräfte www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de bietet neben umfangreichen Informationen auch eine Übersicht an Beratungsstellen vor Ort.

    Ein wichtiger Hinweis: Auch das Internet kann süchtig machen! Wenn Ihre Azubis ihre Internetnutzung dauerhaft nicht in den Griff bekommen, sollten Sie sich unbedingt externe Unterstützung holen.

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