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"Null-Bock"-Mentalität

  • Was ist der Unterschied zwischen einem Motivationstief und einer „Null-Bock“-Einstellung?

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    © Firma V / Fotolia

    Ein Motivations- oder Leistungstief drückt sich im Allgemeinen darin aus, dass ihr Azubi in einzelnen Bereichen lustlos ist und sich einfach lieber „abduckt“. Die „Null-Bock"-Einstellung ist eher mit einer allgemeinen Leistungsverweigerung zu vergleichen.

    Die klassische „Null-Bock“-Haltung findet man am ehesten bei Teenagern im Alter von ca. 13 bis 16 Jahren. In diesem Alter verlieren die „Kinder“ sehr schnell die Lust an den ihnen gestellten Aufgaben. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der komplette Körper umstellt und der Hormonhaushalt kräftig durcheinanderkommt. Die Jugendlichen sind so mit sich selbst beschäftigt, dass in jedem Bereich der Zusammenarbeit (egal, ob in der Familie, Schule oder Arbeit) Schwierigkeiten auftreten können. Darum sollte im Vorfeld gut geprüft werden, ob die nötige Ausbildungsreife schon vorhanden ist. (Fehlender Bezug zur Arbeitswelt) (Berufswahlvorbereitung)

  • Woran kann es liegen, dass mein Azubi einfach keinen "Bock" hat?

    In manchen Fällen liegt es an partiellen Schwächen wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie. Die Häufigkeit der Niederlagen in diesen Bereichen und der übermäßige Druck, der vielleicht durch Lehrer, Eltern oder Ausbilder aufgebaut wird, kann die Unlust schließlich in eine Leistungsverweigerung verwandeln.

    Auch die Schulform kann den Teenager überfordern, z.B. wenn er es trotz großer Mühen nicht schafft, den Anforderungen der Schule gerecht zu werden. Auch familiäre Probleme oder emotionale Überbeanspruchung des Teenagers resultieren häufig in einer Verweigerungshaltung.

    Möglich wäre aber auch, dass ihr Azubi nicht gelernt hat, sich Herausforderungen zu stellen und die Frustrationen auszuhalten.

  • Was kann ich tun?

    Null Bock Mentalität

    © Juice Images / Fotolia

    Wenn Sie etwas an der Einstellung Ihres Azubis verändern wollen, benötigen Sie einen langen Atem. So etwas geht leider nicht in ein paar Tagen oder mit ein paar Gesprächen. Die meisten Teenager interessiert noch nicht, was in einem Jahr sein wird, sie haben nicht denselben Weitblick wie Erwachsene. Sie denken eher von einem Wochenende zum nächsten.

    Wenn Sie Leistungs- und Motivationsschwankungen wahrnehmen, schauen Sie nicht zu lange zu. Sprechen Sie mit Ihrem Azubi regelmäßig über den vergangenen Tag oder die vergangene Woche. Er soll Ihnen sagen, was Ihm besonders viel Spaß gemacht hat, aber auch, auf welche Arbeiten er gar keinen „Bock“ hatte.

    Wichtig ist, dass Sie ihm verständlich machen, dass es nun mal Arbeiten gibt, die weniger Spaß machen, weil sie z.B. monoton, schwierig oder einfach langweilig sind. Erklären Sie, warum auch diese Aufgaben zu seinem Job gehören und das jede Tätigkeit – mag sie Ihrem Azubi zunächst auch noch so sinnlos erscheinen –  wichtig ist für einen reibungslosen Arbeitsablauf. Seien Sie ehrlich, Ihnen gefiel oder gefällt schließlich auch nicht jede Pflicht, die ihr Beruf mit sich bringt.

    „Spiegeln“ Sie ihren Azubi in seinem Verhalten und verwenden Sie ruhig mal seine „Sprache“. Aber bitte nicht übertreiben! Das wird in der Regel recht lustig, und ihr Schüler erlebt sein Verhalten mal aus Ihrer Perspektive. Äußern Sie Ihre eigenen Gefühle in der „Ich“-Form und formulieren Sie auch ihre persönlichen Grenzen klar. Reden Sie „Klartext“.

    Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Azubis und helfen Sie Ihm, positiv zu denken.

  • Wo kann ich Hilfe bekommen?

    Vernetzen Sie sich stark mit Eltern und Betreuern, Schule und evtl. Vereinen.

    Finden Sie mit Ihrem Schützling einen geeigneten Paten aus Ihrem Betrieb.

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