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In neuer Lebenswelt zurechtfinden

  • Teilhabe- und Partizipationsmöglichkeiten durch ehrenamtliche Unterstützung

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    © neonshot/Fotolia

    Wer gezwungen ist, seine Heimat zu verlassen, lässt nicht nur diese, sondern auch seine Familie, Freunde, Kultur und nicht zuletzt seine vertrauten Strukturen und seine Arbeit zurück. Das ist nicht einfach. Beim Ankommen in der neuen Heimat hat die Arbeit zwar eine Schlüsselfunktion. Doch damit sich geflüchtete Menschen in der neuen Heimat besser orientieren können, ist ein Verständnis für die in der neuen Heimat geltenden kulturellen Zusammenhänge und Denkweisen von großer Bedeutung. Das gilt genauso für Lebensstile und Handlungsweisen. Das gelingt durch Teilhabe- und Partizipation im alltäglichen Leben.

    Doch die Einschränkungen, die aufgrund von Aufenthaltsstatus, gesundheitlicher Versorgung, Wohnsituation und Bildungsmöglichkeiten entstehen, können Teilhabe und Partizipationsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen erschweren. Hier hat das ehrenamtliche Engagement für geflüchtete Menschen einen großen Stellenwert. Menschen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen, können ihnen über persönlichen Kontakt viel Wissen aus unterschiedlichen Lebensbereichen in Deutschland vermitteln. Zudem wird dadurch das gegenseitige interkulturelle Kennenlernen gefördert. Durch diese Unterstützung lernen geflüchtete Menschen ihre Umgebung besser kennen und finden sich in der neuen Heimat besser zurecht.

    Viele ehrenamtlich Engagierte bieten darüber hinaus Ihre Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und Qualifizierung sowie bei der Gestaltung der Freizeitangebote der geflüchteten Menschen an.

  • Warum fehlen meinen Auszubildenden wichtige Informationen über ihre Lebenswelt?

    Ihr Azubi fühlt sich im Umgang mit den neuen Abläufen und Reglungen sowohl im Arbeitsalltag als auch im Privatleben überfordert? Er kennt die Arbeitsstrukturen im Betrieb nicht? Oder weiß ganz einfach nicht, weshalb man den Müll in Deutschland sortieren muss oder warum man die Plastikflaschen in den Supermarkt zurückbringt? Das kann damit zusammenhängen, dass der/dem Auszubildenden Informationen über ihre/seine neue alltägliche Lebenswelt fehlen. Manchmal führen diese Informationsdefizite zu großen Herausforderungen oder Konflikten.

    Ein Beispiel dafür ist die mobile Kommunikation, die bei Flüchtlingen einen hohen Stellenwert hat. Auf diese Weise erhalten sie vor allem den Kontakt zur Heimat aufrecht. Doch mangelnde Informationen und Sprachkenntnisse führen oftmals dazu, dass geflüchtete Menschen Mobilfunkverträge abschließen oder Geräte kaufen, die für sie ungeeignet und zu kostenintensiv sind (siehe dazu den Wissensbaustein „Verschuldung geflüchteter Azubis“). Ihre Erfahrungen und Kenntnisse aus ihren Herkunftsländern können sie in Deutschland oftmals nicht einsetzen. Dies kann bei den Betroffenen für Frust sorgen.

    Auch Ihr/-e Auszubildende/-r kann vielleicht nicht auf das bereits Gelernte aus ihrer/seiner Heimat in Deutschland zurückgreifen. Was für Sie „normal“ ist, kann für Ihre/-n Auszubildende/-n absolutes Neuland sein. Während der Ausbildungszeit wird die Auszubildenden mit der Zeit die Regeln und Gewohnheiten in Deutschland aus eigenen Stücken lernen. Dabei können Sie sie unterstützen, indem Sie mit Rat und Tat zur Seite stehen.

  • Was kann ich tun, um meinen Auszubildenden beim Ankommen zu helfen?

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    © WoGi/Fotolia

    Vor allem ist ein frühzeitiges Eingreifen – also Prävention – empfehlenswert. Damit Ihr Azubi gar nicht erst in großen Schwierigkeiten gerät, ist Ihre Unterstützung als Vorbild von großem Wert. Wie kann das aussehen? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können ihr/ihm im Rahmen besonderer Mitarbeitergespräche gezielte Informationen über ihre/seine Umwelt vermitteln. Aber Sie müssen nicht alles alleine machen! Wichtig ist, dass Sie andere miteinbinden.

    So können zum Beispiel Tandems zwischen Abzubildenden sehr fruchtbar sein und dazu beitragen, dass Ihre Auszubildenden beispielweise durch Kolleginnen und Kollegen lernen, worauf es im Betriebsalltag ankommt. Fragen Sie Ihre Auszubildenden, was sie schon wissen, was sie wissen möchten und auch, wie ihre ‚Umwelt’ zu Hause war, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede es gibt.

    Zudem können Sie Ihre Auszubildenden auch auf externe Projekte, Programme und Aktivitäten aufmerksam machen. Dazu gehören Projekte, in denen sich ehrenamtlich Engagierte für geflüchtete Menschen starkmachen und sie auch im Alltag begleiten. Externe Expertinnen und Experten wie Willkommenslotsen und Integrationscoaches bieten ebenfalls ihre Unterstützung an. Auf diesem Weg werden sich Ihre Azubis in der neuen Heimat sicherer und wohler fühlen (siehe dazu auch den Wissensbaustein „Willkommenskultur im Betrieb“).

    Achten Sie bitte aber auch darauf, dass Sie Ihren Auszubildenden in diesem Prozess Erfolgserlebnisse verschaffen und ihre Fortschritte und Lernerfolge offen loben. Das spornt sie an dranzubleiben und vermittelt ihnen das Gefühl dazuzugehören.

  • Hier finde ich Hilfe: Informationen, externe Unterstützungs- und Beratungsangebote

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