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"Generation Internet"

  • Mein Azubi und sein Smartphone - Das Smartphone als ständiger Begleiter

    Generation Internet 1

    © Kaspars Grinvalds/ Fotolia

    Durch die "Smartphones" steht Ihren Azubis jederzeit der Weg ins Internet offen. IPhones und Co. bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, die durch sogenannte Apps, also Programme, die speziell für Smartphones entwickelt wurden, auf das Handy geladen werden:

    • So gibt es beispielsweise Apps, um Musik, Zeitschriften oder Bücher aus dem Internet auf das Handy zu laden.
    • Es besteht die Möglichkeit, E-Mails abzurufen, in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein, Bankgeschäfte zu tätigen und vieles weitere mehr.
    • Insbesondere Programme, die die schnelle und kostenlose Kommunikation untereinander, unabhängig von Telefon oder SMS ermöglichen, gewinnen eine immer größere Bedeutung. Dabei sind Apps wie „WhatsApp“ oder der „Facebook Messenger“ als sogenannte Online-Chats für Jugendliche besonders interessant: Mit ihrer Nutzung kann man ständig und kostenfrei über das Internet miteinander schriftlich in Kontakt treten und neben Textnachrichten auch Bilder etc. austauschen.
  • Welchen Reiz übt das Internet auf die Jugendlichen aus?

    Das Internet ist eine schier unerschöpfliche Quelle an Informationen, Daten und Anwendungsmöglichkeiten:

    • Musik, Filme, Computerspiele, Bücher und vieles mehr können per Download bezogen und genutzt werden.
    • Informationen und Wissen können über Datenbanken wie Wikipedia eingestellt und abgerufen werden.
    • In sogenannten Chat-Foren wie ICQ oder Twitter können sich Personen online austauschen. Sie verfassen im Rahmen eigener Blogs Texte zu bestimmten Themen oder Erlebnissen, die sie der weltweiten Öffentlichkeit mitteilen möchten.

    Während die Generation der heutigen Erwachsenen ab 30 noch ohne das Internet und seine weltumspannenden Angebote aufgewachsen ist, sind unsere Jugendlichen damit groß geworden, sie nutzen das Internet ohne Berührungsängste. In ihrem Wissen über die Möglichkeiten des Internets sind sie vielen Erwachsenen um Längen voraus. Ihr Vorteil: Von dem umfangreichen technischen Wissen oder aber ausgefeilten Online-Suchstrategien Ihres Azubis können auch Sie profitieren! Es lauert im Internet jedoch eine Falle: Jugendliche gehen bei der Internetnutzung häufig relativ sorglos mit ihren persönlichen Daten um.

  • eneration Internet 2 Ist normales Reden out? Was sind soziale Netzwerke?

    Generation Internet 2

    © Kaspars Grinvalds/ Fotolia

    Vor allem soziale Netzwerke wie Facebook und wer-kennt-wen (wkw) haben bei den Jugendlichen eine große Bedeutung:

    • In diesen Netzwerken kann man sich mittels eines selbst geschaffenen Profils darstellen, sogenannte Freunde suchen und mit diesen zu zahlreichen Themen (z.B. Musik, eigene Interessen) oder Ereignissen (Geburtstage, Veranstaltungen etc.) in Austausch treten.
    • Es können Daten wie Bilder, Filme oder Kommentare in das eigene Profil geladen werden, welche dann wiederum von den Freunden oder der Öffentlichkeit wahrgenommen und kommentiert werden können.
  • Welche Möglichkeiten und Gefahren sind mit sozialen Netzwerken verbunden?

    Soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit einer weltumspannenden Kommunikation; zeitliche und geografische Barrieren und Grenzen werden aufgehoben. Da diese sozialen Netzwerke über das Smartphone permanent erreichbar sind, ergibt sich für viele Jugendliche der gefühlte Zwang einer nahezu ständigen Präsenz, um stets auf dem Laufenden zu sein und „mitreden“ zu können, beziehungsweise eigene Inhalte einzustellen.

    Bei allen Vorteilen und Möglichkeiten des Internets sind deshalb auch Gefahren zu beachten: Besonders bedenklich ist es, wenn persönliche Daten leichtfertig preisgegeben werden. Oftmals werden sehr private Dinge (u.a. Fotos, Inhalte, Meinungen) ins Netz gestellt, die nicht nur von den eigentlichen Adressaten, sondern auch den Betreiberunternehmen der sozialen Netzwerke verwendet werden. Besondere Vorsicht ist zum Beispiel geboten, wenn Ihr Auszubildender oder Ihre Auszubildende firmeninterne Vorgänge „ausplaudert“ nach dem Motto „Bin gerade auf der Baustelle und langweile mich zu Tode, wann is endlich Feierabend ...“ oder Kommentare zu seinen oder ihren Vorgesetzten oder Kolleginnen und Kollegen veröffentlicht: "Mein Chef is´n Idiot!"

  • Zu viel des Guten – Wenn die Internetnutzung überhand nimmt

    Wenn Sie feststellen, dass Ihr Azubi während der Arbeitszeiten sehr häufig das Smartphone benutzt (trotz eventuell bestehender anderer Vereinbarungen) und sich hierdurch von der Arbeit ablenken lässt, ist es gut möglich, dass insbesondere die Nutzung des Internets durch soziale Netzwerke oder andere Kommunikationsformen wie Online-Chats überhand nimmt. Auch ein häufiges Zuspätkommen am Morgen und/oder große Müdigkeit lassen eine entsprechende Vermutung zu. Möglicherweise stehen Sie selbst oder andere Betriebsangehörige mit dem beziehungsweise der Jugendlichen innerhalb solcher Netzwerke in Kontakt und stellen negative Entwicklungen wie mangelhaften Umgang mit persönlichen oder betriebsbezogenen Daten fest. Wenn Sie auf „Partybilder“ oder unangemessene Kommentare Ihres Azubis stoßen, sprechen Sie ihn oder sie in einer ruhigen Minute darauf an. Wahrscheinlich ist es Ihrem Azubi gar nicht klar, wie solche Informationen auf Sie oder auch im Kunden- und Kollegenkreis wirken können.

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    © Raisa Kanareva/ Fotolia

  • Wie kann ich damit umgehen: welche Lösungen bieten sich an?

    Allgemeine Internetverbote sind sinnlos: Die neuen Medien und das Internet sind feste Bestandteile der heutigen Gesellschaft und Kommunikation. Suchen Sie das Gespräch und reden Sie über Ihre Beobachtungen und Bedenken. Legen Sie gemeinsam Vereinbarungen zur Nutzung des Smartphones und gleichermaßen auch Konsequenzen bei Verstößen gegen diese Vereinbarungen fest. Internetseiten wie http://www.klicksafe.de bieten Ihnen darüber hinaus weitere Informationen und Lösungsansätze.

    Ihren Auszubildenden können Sie außerdem nahe legen, selber einmal zu testen, wie es um ihre Mediennutzung bestellt ist. Eine Initiative der BzGA bietet eine Seite für Jugendliche, die neben Fakten zum Internet und einem Selbsttest auch Beratungs- und Hilfsangebote zur Verfügung stellt (http://www.ins-netz-gehen.de/). Das Pendant für Lehr- und Fachkräfte bietet neben umfangreichen Informationen auch eine Übersicht an Beratungsstellen vor Ort (http://www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de/).

    Ein wichtiger Hinweis für Sie: Auch das Internet kann süchtig machen! Wenn Ihr Azubi seine Internetnutzung dauerhaft nicht in den Griff bekommt, sollten Sie sich unbedingt eine externe Unterstützung holen. Weitere Informationen finden Sie hier: Stoffgebundene Suchtmittel

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Realität und Fiktion im Internet - Wie erkennt man Fake News? Da Sie und Ihre Auszubildende sicherlich unterschiedlich mit dem Internet umgehen, sollten Sie sich gemeinsam über dieses Thema austauschen. So nutzen Sie die Chance, mit- und voneinander lernen zu können. Wissenswertes von DigiKomm.

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