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Vernetzung mit anderen Akteuren - Geflüchtete

  • Wer sind die Akteure in der Ausbildung von geflüchteten Jugendlichen?

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    © Coloures-Pic / Fotolia

    Zunächst die gute Nachricht: Viele! Gerade bei der Unterstützung für geflüchtete junge Menschen in Ausbildung gibt es eine Fülle unterschiedlicher Maßnahmen und Träger. Das Problem: Es wird häufig nebeneinander gearbeitet, eine Zusammenarbeit findet oft nur aufgrund eher zufälliger individueller Kontakte statt.

    Neben den Ausbildungsbetrieben und Kammern sind Berufsschulen, die Agentur für Arbeit, die Jobcenter, Weiterbildungsträger, Berufsförderungswerke, Wohlfahrtsverbände, Volkshochschulen, Kommunen sowie die Ausländerbehörde wichtige Akteure bei der Berufsvorbereitung, der Förderung und Durchführung der Ausbildung geflüchteter Jugendlicher. Für spezielle soziale Problemlagen wie z.B. Überschuldung, Kriminalität oder Suchtproblematiken treten weitere Stellen auf den Plan.

  • Wie kann ich durch Vernetzung Unterstützung bei der Ausbildung finden?

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    © pressmaster / Fotolia

    Der Erfahrungsaustausch mit anderen Akteuren in der Berufsausbildung und -vorbereitung kann Ihnen helfen, einen besseren Überblick über die Hilfs- und Förderangebote vor Ort zu erhalten.

    Die meisten Ausbildungsbetriebe haben bei der Ausbildung von Flüchtlingen die gleichen Probleme und Schwierigkeiten. Schon der Austausch mit Ausbildungspersonal aus anderen Betrieben kann für Sie hilfreich sein. Deren Erfahrungen und Hinweise bringen möglicherweise wertvolle Anregungen für die eigene Ausbildungspraxis.

    Daneben kann ein Netzwerk der Ausbilder/-innen und Betriebe vor Ort, ähnlich wie bei einem Ausbildungsverbund, zu zusätzlichen Förderangeboten führen, die der einzelne Betrieb nicht leisten kann. Weitere Möglichkeit: Ein Ausbildungskreis könnte sinnvolle Angebote in der Region anregen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure verbessern.

  • Wo und wie finde ich geeignete Partner für mein Netzwerk?

    Die Kontaktaufnahme mit dem/der ehrenamtlichen Betreuer/-in oder mit dem Vormund des/der geflüchteten Auszubildenden ist wichtig, um mehr über den jungen Menschen zu erfahren und Fördermaßnahmen zu koordinieren.

    In manchen Regionen bestehen bereits von den HWKs oder IHKs organisierte Angebote und Informationsveranstaltungen zum Thema "Geflüchtete in Ausbildung". Gibt es solche Angebote in Ihrer Region nicht? Ihre Kammer vor Ort und insbesondere deren Ausbildungsberatung sowie Willkommenslotsen sind hier Ihre erste Anlaufstelle.

    Flüchtlingsberater/-innen des Jugendamts oder Sozialamts Ihrer Gemeinde stehen für aufenthaltsrechtliche Fragen zur Verfügung. Vielfach geben Stadtverwaltungen und Landkreise Informationsbroschüren mit Adressen von Beratungsstellen und anderen Hilfsangeboten heraus oder listen auf ihren Internetseiten die entsprechenden Akteure auf.

    In der Berufsschule finden Sie pädagogisches Personal, bei dem Sie sich Rat holen können. Ein Gespräch ist zudem empfehlenswert, um herauszufinden, wie sich ihr Azubi in der Schule verhält und wie sein/ihr Lernfortschritt eingeschätzt wird.

    Daneben kann ein guter Kontakt zu den Trägern von berufsvorbereitenden Maßnahmen und Vermittlungsprojekten, zu den Jobcentern, Arbeitsagenturen und Ausbildungsberatern hilfreich sein, geeignete Kandidaten und Kandidatinnen für die Ausbildung zu gewinnen. Je besser diese Partner/-innen Ihre speziellen Anforderungen kennen, umso eher können sie Ihnen geeignete Jugendliche vorschlagen.

    Informationen über ausbildungsbegleitende Hilfen (abH), die bei der Arbeitsagentur beantragt werden, finden Sie hier: www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/ausbildungsbegleitende-hilfen.

    Im Mentorenprogramm "VerA" arbeiten ehrenamtliche Senioren frühzeitig mit Flüchtlingen zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen. Auf der Internetseite https://vera.ses-bonn.de finden Sie die aktiven Unterstützer/-innen in Ihrer Nähe.

    Für mögliche soziale Probleme ist der Kontakt zu den vielfältigen Beratungsstellen wichtig: Von der Schuldner- über die Drogen- und Sozialberatung bis hin zu psychosozialen und Jugendmigrations-Beratungsdiensten reicht das Angebot. In manchen Situationen sollte auch ein Kontakt zur Kinder- und Jugendpsychiatrie beziehungsweise Psychotherapie in Betracht gezogen werden. Oftmals sind die Jugendlichen überfordert, selbstständig die geeigneten Hilfen zu finden oder den Erstkontakt herzustellen. Hier können Sie gemeinsam mit ehrenamtlichen Paten und Patinnen oder dem Vormund weiterhelfen, wenn Ihnen die Problemstellungen und die entsprechenden Anlaufstellen bekannt sind.

    Im Fall gravierender Verhaltensauffälligkeiten können psychosoziale Beratungs- und Behandlungszentren für Flüchtlinge und Folteropfer helfen. Kontaktadressen finden Sie auf der Internetseite des Dachverbands "Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer" (BAfF) unter www.baff-zentren.org/mitgliedszentren-und-foerdermitglieder.

    Im Internet finden Sie eine Fülle weiterer Initiativen, an die Sie sich wenden können:

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