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Mangelnde Körperhygiene/unpassende Kleidung

  • Warum riecht mein Azubi streng oder sieht ungepflegt aus?

    Mangelnde Körperhygiene

    © Klaus Eppele / Fotolia

    Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für Körpergeruch. Teenager schwitzen im Allgemeinen schneller. Viele duschen sich am Abend und waschen sich am Morgen nicht nochmals unter den Armen. Manche verwenden ein nicht geeignetes Duschgel (zu viele Pflegestoffe) oder ein Deo, das zwar gut riecht, aber nicht lange genug hält. Einige lüften ihre Kleidungsstücke (Oberteile) nur aus, statt sie zu waschen, waschen diese bei zu niedrigen Temperaturen oder benutzen das falsche Waschmittel (z. B. kein Waschmittel gegen Gerüche bei Polyester oder Polyestermischungen).

    Bei Mundgeruch putzen sich die Auszubildenden vielleicht nur am Abend die Zähne und benutzen keine Zahnseide oder kein Mundwasser. Auch eine Erkrankung kann ein Grund für Mundgeruch sein (schlechte Zähne oder Zahnfleisch- und Halsentzündungen, Magenbeschwerden).

    Wenn Ihre Azubis schmutzige oder kaputte Kleidung tragen, kann auch das verschiedene Ursachen haben. Vielleicht tragen sie immer nur dieselben Kleidungstücke („Lieblingssachen“) oder machen keinen Unterschied zwischen Freizeit- und Arbeitskleidung. Vielleicht fehlen auch die finanziellen Mittel und Möglichkeiten, die Kleidung regelmäßig zu waschen, zu trocknen und instandzusetzen. Möglicherweise wird auch in der Familie wenig Wert auf die Körperhygiene und Kleidung gelegt, sodass Ihre Azubis dies nie richtig gelernt haben.

    Bitte beachten Sie: Dies ist nur eine exemplarische Auswahl.

    Der wichtigste Hinweis für Sie: Kein Grund für Sie, sich „fremdzuschämen“. Gehen Sie auf Ihren Azubi zu und sprechen Sie das Problem an. Kein Jugendlicher und erst recht keine Jugendliche stinkt freiwillig oder sieht gern ungepflegt aus.

  • Wie spreche ich meine Auszubildenden auf das Thema an?

    Unbedingt allein und ungestört, beispielsweise in der Küche, dem Büro oder einem Nebenraum. Bleiben Sie dabei ganz ruhig und stellen das Thema als Normalität dar („Das kann jedem ja mal passieren.“). Führen Sie das Gespräch sachlich und zielorientiert, ohne zu beleidigen!

    Mögliche Variationen:

    • „Mir ist gerade aufgefallen, dass Ihr Deo versagt.“
    • „Sie brauchen ein Pfefferminz-Bonbon/Kaugummi.“
    • „Sie haben da etwas zwischen den Zähnen.“
    • „Ihre Kleidung ist schmutzig/löchrig/zerrissen, bitte tragen Sie nur unbeschädigte Kleidung bei der Arbeit.“
    • „Ich möchte nicht, dass Sie diese Art von Kleidung (tiefe Ausschnitte, Hüfthosen, hohe/flache/sportliche/leichte Schuhe, bunte Farben, dünne Stoffe) während Ihrer Arbeitszeit tragen. Bitte sehen Sie sich bei Google Vorschläge für ein Business-/Business Casual-Outfit an.“
    • „Dieses Make-up ist zu stark. Ich möchte, dass Sie ein natürlicheres Make-up tragen. Sie können sich bei Google Vorschläge für ein natürliches Make-up ansehen.“

    Geben Sie Ihrem Azubi nach Möglichkeit sofort im Anschluss an Ihr Gespräch die Gelegenheit, sich zurückzuziehen, um das Problem zu beheben. Es ist wichtig, dass im Betrieb Hygiene-Artikel gegen Mundgeruch vorhanden sind. Denn wenn das Problem einmal ausgesprochen ist, Ihr Azubi aber keine Möglichkeit hat, hier zu handeln, verursacht dies unnötiges Unbehagen und Stress. In einen betrieblichen Hygiene-Korb gehören:

    Deo, Mundwasser, Zahncreme, Einmal-Zahnbürsten, Zahnseide, neutrale Waschlotion, Einmal-Waschlappen, Gästehandtücher. Bei Frauen zusätzlich: Tampons, Binden, Slipeinlagen.

  • Was tun, wenn alles nicht hilft?

    • Erlauben Sie Ihrem Azubi, Kleidung im Betrieb zu waschen, falls dies möglich ist.
    • Schicken Sie Ihren Azubi notfalls auch mehrfach nach Hause, um sich zu duschen, frisch gewaschene/angemessene Kleidung anzuziehen und wiederzukommen.
    • Reden Sie mit Eltern oder Betreuerinnen und Betreuern über das Problem, um Ihren Azubi besser zu verstehen.
    • Schließen Sie eine konkrete Zielvereinbarung und geben Sie Hilfestellung. Auch eine Abmahnung kann helfen.

    Bitte beachten Sie: Dies ist nur eine exemplarische Auswahl.

  • Wie machen´s die Anderen? - Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis

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