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Berufsorientierung für leistungsstarke Azubis

  • Welche Bedeutung und Ziele hat die Berufsorientierung für Abiturientinnen, Abiturienten und Studienabbrecher/-innen?

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    © Trueffelpix / Fotolia

    Der Berufsorientierung kommt nach dem Abitur oder dem Abbruch eines Studiums und vor der Entscheidung für eine Berufsausbildung eine zentrale Bedeutung zu. Sie soll leistungsstarken jungen Erwachsenen, die bewusst kein Studium beginnen wollen beziehungsweise die nach Abbruch eines Studiums eine neue Perspektive suchen, eine unmittelbare Auseinandersetzung mit den eigenen Interessen und Neigungen und ihren beruflichen Vorstellungen ermöglichen: Am Ende der Berufsorientierung sollen sich die jungen Erwachsenen für einen Beruf entschieden haben und diesen auch während der Ausbildung beibehalten. Davon profitieren auch Sie als Ausbildungsbetrieb! Zum einen sind junge Menschen natürlich motivierter und engagierter, wenn sie, besonders nach einem persönlich empfundenen Scheitern im Studium, den für sich richtigen Beruf gewählt haben. Zum anderen kann so vermieden werden, dass der/die Studienabbrecher/-in nochmals aufgibt, was nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für den Betrieb einen Verlust bedeuten würde.

  • Berufsorientierung an der Schule - welche Vorerfahrungen bringen Abiturientinnen, Abiturienten und Studienabbrecher/-innen mit?

    Die große Bedeutung, die die Bildungspolitik der Berufsorientierung zumisst, spiegelt sich in den Lehrplänen und Fächern der allgemeinbildenden Schulen wider: Spätestens ab Klassenstufe 7, vielerorts auch wesentlich früher (Klassenstufe 5), beginnen die entsprechenden Maßnahmen und Aktionen. Es werden Fächer wie "Arbeitslehre" erteilt und Projekte mit berufsbezogenen Inhalten angeboten, etwa Berufsinformationsmessen, Betriebsexkursionen oder Praktika.

    Hab Studienabbrecher/-innen, Abiturientinnen oder Abiturienten zunächst die Realschule und dann das Gymnasium absolviert, haben sie in der Regel bereits in der Mittelstufe ein Praktikum absolviert oder ein berufsbezogenes Fach belegt. In diesem Fall haben sie bereits einen grundlegenden Bezug zu Ausbildung und Beruf, sich jedoch oft bewusst dagegen entschieden.

    Handelt es sich um einen Abiturienten oder eine Abiturientin, der/die ausschließlich das Gymnasium besucht hat, kann man die Teilnahme an einer Berufsorientierung nicht voraussetzen. In vielen Bundesländern am Gymnasium sind keine beruflichen Praktika vorgesehen. Finden sie statt, sind sie nur kurz und konzentrieren sich auf akademische Berufsbilder und duale Studiengänge. Bei diesen Praktikantinnen und Praktikanten ist es sinnvoll zu klären, ob grundlegende Informationen über Ausbildungsberufe, Ausbildungsinhalte, Anforderungen und Ausbildungsdauer vorhanden sind.

    Je nach Studiengang ist es möglich, dass eine ehemalige Studierende während des Studiums Praktika oder Vorpraktika absolviert haben. Im besten Fall haben  sie damit bereits einen Einblick in Ihre Branche bekommen, zumindest haben sie aber bereits Erfahrungen mit der Arbeitswelt.

    Als Praktikanten in Ihrem Betrieb bringen Abiturientinnen, Abiturienten und Studienabbrecher/-innen meist wertvolle Vorerfahrungen mit: Sie sind volljährig und vergleichsweise reifer; sie haben eine solide Vorbildung, die über das Schulwissen hinausgeht; sie sind es gewohnt, selbstständig zu arbeiten, und können sich mündlich und schriftlich gut ausdrücken.

  • Welchen Beitrag kann mein Betrieb zur Berufsorientierung leisten?

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    © Ingo Bartussek / Fotolia

    Wenn Sie leistungsstarke junge Erwachsene als Praktikanten und spätere Auszubildende gewinnen wollen, sprechen Sie diese gezielt in Anzeigen und auf Ihrer Internetseite an.

    Stellen Sie Berufe vor, die sich besonders für Abiturientinnen, Abiturienten und Studienabbrecher/-innen eignen. Weisen Sie auf Möglichkeiten hin, die Ausbildung zu verkürzen, und zeigen Sie Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten in Ihrem Betrieb auf. Auch duale Studiengänge können für Studienabbrecher interessant sein, weil der Praxisanteil höher ist als in einem Bachelor-Studium.

    Bieten Sie vor allem längere Praktika (mindestens einen Monat) für hoch qualifizierte Tätigkeiten an und stellen Sie sicher, dass im Praktikum auch vermittelt wird, wie Mitarbeiter/-innen auch ohne Studium, aber mit entsprechender Erfahrung und Weiterbildung zu Fach- und Führungsaufgaben gekommen sind. Eröffnen Sie den Praktikanten auch die Möglichkeit, in Bereichen mitzuarbeiten, die völlig neu für sie sind. Diese Praktika können besonders leistungsstarken jungen Erwachsenen helfen, neue Perspektiven zu entwickeln.

  • Was soll mein Betrieb bei der Umsetzung von Praktika beachten?

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    © jozsitoeroe / Fotolia

    • Ein intensives Bewerbungsgespräch hilft, die Erwartungen, Kompetenzen und Erfahrungen der zukünftigen Praktikanten einzuschätzen. Soll das Praktikum die Studienneigungen und -erfahrungen aufgreifen? Haben Studienabbrecher/-innen für sich entschieden, eine ganz andere berufliche Entwicklung einzuschlagen? Welche Vorerfahrungen und Talente der Bewerber/-innen sind für den Betrieb besonders wertvoll? Welche Einblicke und Erfahrungen können Sie Bewerber/-innen bieten?
    • Bestimmung einer Betreuungsperson: Die Praktikantin oder der Praktikant benötigen eine feste Ansprechperson, die sie oder ihn während des gesamten Zeitraums des Praktikums betreut – also die Aufgaben abspricht, sich danach erkundigt, wie sie zurechtkommen usw.
    • Festlegung geeigneter Praktikumszeiten und -dauern: Vor Praktikumsbeginn sollte Ihr Betrieb mit den Praktikanten klar vereinbaren, wie lange und zu welchen Zeiten beziehungsweise an welchen Tagen das Praktikum stattfindet.
    • Gemeinsame Festlegung von Inhalten und Zielen: Ein wesentlicher Punkt ist die Festlegung der Inhalte und Ziele vor Beginn des Praktikums. Nur auf diese Weise ergibt das Engagement Ihres Betriebs Sinn. Möchten ehemalige Studierende einen Einblick in die Branche oder in einen bestimmten Beruf erhalten? Oder geht es bereits um ein potenzielles Ausbildungsverhältnis? Grundsätzlich sollten die jungen Erwachsenen stets etwas aus dem Praktikum in Ihrem Betrieb mitnehmen können und möglichst breit gefächerte betriebliche Einblicke gewinnen: Was zeichnet das Produkt/die Dienstleistung aus? Wie ist der Produktionsprozess aufgebaut, welche Technologien werden eingesetzt? Wer ist Kunde und wie funktionieren Werbung und Vertrieb? Welche Aufgaben haben Geschäftsführung und Abteilungsleitung? Welche Qualifikationen werden an welchen Stellen im Unternehmen gefordert? Diese Aspekte helfen hoch qualifizierten Bewerber/-innen, eine Zukunftsperspektive in Ihrem Betrieb zu entwickeln.
    • Abschluss einer Praktikumsvereinbarung: Eine Praktikumsvereinbarung abzuschließen, hat sich in der Praxis sehr bewährt. Neben den bereits genannten Punkten sollen hier auch Vereinbarungen zum Versicherungsschutz oder für den Fall auftretender Probleme festgehalten werden. Weiterhin können die jungen Erwachsenen durch ihre Unterschrift selbst beteiligt und so in die Verantwortung genommen werden.
    • Feedback geben: Am Ende eines Praktikums, bei Langzeitpraktika auch nach zuvor festgelegten Zeitabschnitten, ist ein Gespräch mit der Praktikantin oder dem Praktikanten für die weitere Entwicklungsförderung sehr wichtig. Hier können zum Beispiel Fähigkeiten, Talente und die berufliche Passung, aber auch offene Fragen und Probleme zum Thema gemacht werden. (Praktikum)
  • Welchen Nutzen hat mein Betrieb aus meinem Engagement in der Berufsorientierung?

    Sie geben leistungsstarken und motivierten jungen Erwachsenen eine neue Perspektive auf einen erfolgreichen Eintritt ins Berufsleben. Zudem profitiert Ihr Betrieb ganz konkret davon, künftige Auszubildende mit Entwicklungspotenzial und guten kognitiven Fähigkeiten genauer kennenzulernen und die Passung zwischen Ihrem Betrieb und der Bewerberin beziehungsweise dem Bewerber überprüfen zu können.

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