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Elternarbeit

  • Welche Rolle spielen Eltern für die Ausbildung?

    Elternarbeit

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    Viele Auszubildende beginnen heute ihre Ausbildung als junge Erwachsene. Aber auch wenn die Jugendlichen das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, sollte der elterliche Einfluss auf den jungen Menschen und auf eine erfolgreiche Ausbildung nicht unterschätzt werden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung ermittelte, dass für Jugendliche der Rat und die Unterstützung bei der Berufsorientierung durch ihre Eltern an erster Stelle steht – deutlich vor dem Freundeskreis oder den Lehrerinnen und Lehrern der Schule. Allerdings: Viele Eltern wissen nicht, dass sie einen großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder haben!

    Klar ist: Die meisten Eltern wünschen ihren Kindern das Beste. Sie "sollen es zu etwas bringen", "etwas Besseres werden", kurz: einen Beruf mit guten Entwicklungs- und Beschäftigungschancen ergreifen. Bei diesen Wünschen kommt zwangsläufig die eigene Biografie der Eltern mit ins Spiel: Man erinnert sich eventuell an eigene Berufswünsche, vielleicht möchte man auch bestimmte familiäre Berufstraditionen durch die Kinder fortführen.

    Zugleich erleben Jugendliche ihre Eltern auch in der Berufswelt: als Berufstätige, als Arbeitssuchende, als Erwachsene, die sich weiterbilden. Die Einstellungen und Werte der Eltern zu Beruf und Arbeit verbinden sich mit der Art und Weise, wie Kinder ihre Eltern in Berufs- und Arbeitsrollen erleben. Befriedigende oder frustrierende Erfahrungen, Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Eltern in diesem Bereich des Lebens beeinflussen Haltungen, Einstellungen und Erwartungen der Jugendlichen in Bezug auf die Berufswahl und die Berufswelt.

  • Was muss ich bei der Arbeit mit Eltern beachten?

    Auch für das Ausbildungsverhältnis besteht ein Erziehungsauftrag – daher ist es für den Ausbildungserfolg hilfreich, wenn der elterliche Erziehungsauftrag den betrieblichen Auftrag begleitet und unterstützt. Gefragt ist also ein möglichst guter Kontakt zu den Eltern, da sie die Entwicklung der Persönlichkeit sowie das Lern- und Arbeitsverhalten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen entsprechend beeinflussen.

    Eine positive Einstellung der Eltern zu Ihrem Unternehmen ist das „A und O" für eine gute, kooperative Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Eltern: Die Begegnung auf Augenhöhe, Partnerschaftlichkeit, gegenseitiger Respekt sowie Wertschätzung spielen eine bedeutende Rolle für einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf, denn Eltern sind ernst zu nehmende Experten für ihre Kinder!

  • Ziele und Inhalte der Arbeit mit den Eltern

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    © Edler von Rabenstein

    • Verständnis und Akzeptanz der Eltern für den Berufswunsch bzw. die Berufswahl des Azubis/Jugendlichen entwickeln
    • Information durch die Eltern über Berufe und berufliche Vorbilder, geschlechtsspezifische Berufswahl, Familientraditionen und Talente des Jugendlichen
    • Abbau von Fehlzeiten – Eltern und Ausbilder konfrontieren beiderseits den Azubi mit dem Problem und machen ihr/ihm deutlich, dass sie gemeinsam an einem Strang ziehen. Sie überprüfen die pünktliche Anwesenheit des Azubis und informieren sich gegenseitig, um den Jugendlichen zu einer langfristigen Verhaltensänderung zu bewegen.
    • Thematisierung von Konflikten mit dem Azubi in der Ausbildung – die Ursachen gemeinsam erörtern und Lösungsansätze finden
    • Verhinderung von Motivationstiefs und der Gefahr eines Ausbildungsabbruchs durch regelmäßigen Austausch zwischen Ausbildern und Eltern – beispielsweise über Anzeichen sinkender Motivation - und wie Eltern und Ausbilder in ihrer jeweiligen Rolle darauf reagieren können.
  • Welche Informationsangebote kann ich den Eltern unterbreiten?

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    © JiSign

    Was heißt dies nun konkret für die Elternarbeit? Nachfolgend finden Sie ausgewählte Beispiele zur Realisierung möglicher Elterninformationsveranstaltungen:

    • Eltern-Day – Berufsorientierung für Eltern: Gemeinsam mit den Jugendlichen bekommen Eltern die Möglichkeit, sich bei Ihnen vor Ort über Ihre Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Dafür können Sie – gegebenenfalls in Kooperation mit anderen interessierten Unternehmen aus Ihrer Region – für einige Stunden Ihre Betriebstore öffnen. Konkret und praxisnah stellen Unternehmer und Ausbilder beim „Eltern-Day“ Ausbildungsgänge und Entwicklungsmöglichkeiten vor. In Anlehnung an die bekannten Mädchen- und Jungen-Zukunftstage ("Girls'Day", "Boys'Day") können Eltern sich so im Angebotsdschungel von Ausbildungsberufen und Studiengängen orientieren.
    • Durchführung einer (feierlichen) Auftaktveranstaltung zu Beginn der Ausbildung – Eltern lernen den Ausbildungsort ihres Kindes kennen: Eine solche Veranstaltung zu Ausbildungsbeginn stellt gewissermaßen einen Startschuss für alle Beteiligten dar. Insbesondere den Eltern wird damit die große Bedeutung einer beruflichen Erstausbildung deutlich gemacht. Folgender Ablauf ist denkbar:

      • Eröffnung durch den Vorstand/die Geschäftsführung
      • Vorstellung aller Akteure, die im Rahmen der Berufsausbildung eingebunden sind
      • Eltern können die einzelnen Ausbildungsabteilungen besichtigen und mit den Beteiligten ins Gespräch kommen
      • Ausklang der Veranstaltung mit Essen und Trinken

    • Elterncafé/Elternstammtisch: Viele Eltern wünschen sich die Möglichkeit eines ungezwungenen Gesprächs mit Ihnen als Ausbilderin oder Ausbilder. Gerne! Bieten Sie doch einfach zu bestimmten Zeitpunkten – zum Beispiel einmal im Quartal oder halbjährlich – ein Elterncafé und/oder einen Elternstammtisch an.
    • Regelmäßiges Einzelgespräch des Ausbilders mit dem Elternteil eines Azubis: Elternteil und Ausbilder/in tauschen ihre Wahrnehmungen über den Sohn/die Tochter beziehungsweise den Azubi aus und stellen fest, dass sie beide ganz unterschiedliche Sichtweisen auf den Azubi haben. Dies kann genutzt werden, um den Azubi in seinem Ausbildungsfortschritt zu unterstützen. Jeder kann in seiner Rolle dazu beitragen.
  • Hier finde ich Hilfe: Beratungs- und Unterstützungsangebote

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